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Gründung des Unternehmens durch Arkad Bihler
Mit Können, Zielstrebigkeit, Fleiß und tatkräftiger Unterstützung durch seine Frau gelang ihm in der Zeit des wirtschaftlichen Chaos nach dem Ersten Weltkrieg der Durchbruch.
Als Pionier des Handels in der Elektrobranche begann Arkad Bihler im ehemaligen Haus „Arkad Huber“ an der Hauptstraße mit „Licht“ (Glühlampen, Fahrradbeleuchtung usw.). Am Tag wurden mit dem Fahrrad die Kunden bedient, nachts und an Sonn- und Feiertagen die Büroarbeiten verrichtet.
In der Zeit der Elektrifizierung bewies sich der ihm angeborene Weitblick.
In das Verkaufsprogramm wurden Beleuchtungskörper und Zubehör aufgenommen. Das immer größer werdende Kundennetz und die weiteren Entfernungen machten die Anschaffung eines Motorrades notwendig.
Neue größere Geschäftsräume wurden in der Schrannenstraße bezogen. Der erste Mitarbeiter, Fritz Reiber, der dem Unternehmen weit über das Rentenalter hinaus bis 1983 die Treue hielt (51 Jahre Betriebszugehörigkeit), wurde eingestellt. Das Verkaufsprogramm wurde auf Elektromaterial ausgedehnt und stetig erweitert.
Das erste Auto wurde erstanden, denn schon damals gehörten Zuverlässigkeit und Schnelligkeit zum obersten Gebot des Unternehmens.
Die Firma zählte schon zwölf Mitarbeiter, inzwischen wurde bereits das gesamte Elektromaterial geführt, und die ersten Elektrogeräte in das Verkaufsprogramm aufgenommen. Die ersten Rundfunkgeräte kamen auf den Markt. Wieder schaltete Arkad Bihler richtig und nahm auch diese Produktgruppe auf. Dies machte den Aufbau einer Serviceabteilung notwendig, was sich als schwierig erwies, denn Rundfunktechniker waren damals kaum anzutreffen.
Der zweite Weltkrieg stoppte die Entwicklung jäh, und die meisten Mitarbeiter wurden einberufen. Die Warenbeschaffung versiegte fast völlig. Nach dem Motto „aus alt mach neu“ bzw. „Not macht erfinderisch“ wurden aus allen möglichen Teilen, Stecker, Nachttischlampen, Feueranzünder usw. hergestellt, um die Versorgung wenigstens teilweise und notdürftig zu gewährleisten.
Arkad Bihler wurde ebenfalls zur Wehrmacht einberufen und kam erst 1947 – gesundheitlich schwer angeschlagen – aus der Kriegsgefangenschaft zurück.
Mitten in der wieder in Angriff genommenen Aufbauarbeit starb Arkad Bihler. Nun musste seine Ehefrau, Franziska Bihler, mit tatkräftiger Unterstützung des ersten und langjährigen Mitarbeiters, Fritz Reiber, um das Überleben des Familienunternehmens kämpfen – mit Erfolg, wie sich nur wenig später zeigte.
Die bisherigen Räume platzten aus allen Nähten und machten den Neubau in der Ulmer Straße 3 notwendig.
Wolfgang Bihler, der Sohn des Firmengründers, trat in die Geschäftsleitung ein.
Auch die Tochter, Helga Ammann, geb. Bihler trat in die Geschäftsleitung ein und ist dort auch heute noch als Mitgesellschafterin in verantwortlicher Position tätig.
Die Entwicklung verlief weiter positiv. Umsatz und Mitarbeiterzahl wuchsen, so dass ein weiterer Neubau in der Mozartstrasse entstand. Das Unternehmen war zwischenzeitlich zum Vollsortimenter ausgebaut worden. Bei der Eröffnung des Hauses wurde der erste Farbfernseher gezeigt.
Im Gewerbegebiet am Schöneggweg wurde ein Grundstück mit ca. 15.000 m² erworben und eine Lagerhalle mit ca. 2.000 m² Lagerfläche gebaut. Das 50-jährige Firmenjubiläum wurde gefeiert.
Das bestehende Gebäude am Schöneggweg wurde auf insgesamt ca. 5.000 m² Lagerfläche bzw. 40.000 m³ umbauten Raum erweitert.
Um Arbeitsprozesse besser steuern zu können, entschloss man sich zum Bau eines Verwaltungsgebäudes mit Verladezone. Nun war alles unter einem Dach.
Eine Entladehalle wurde erstellt.
Prokurist Anton Weikmann, treuer Mitarbeiter des Unternehmens, ging nach über 45-jähriger Betriebszugehörigkeit in den wohlverdienten Ruhestand. Herr Weikmann war u.a. maßgeblich am Aufbau der Ein- und Verkaufsabteilung „Installationsmaterial“, sowie an der Einführung der EDV beteiligt. Durch sein enormes technisches Wissen war er stets kompetenter Ansprechpartner für Kunden und Mitarbeiter.
Um Synergieeffekte zu nutzen, entschloss sich die Firma Bihler, sich der Rexelgruppe anzuschließen, die einer der weltweit führenden Lieferanten für Elektromaterial ist und im Bundesgebiet flächendeckend arbeitet.
Markus Ammann, der Enkel des Firmengründers, wird zum weiteren Geschäftsführer ernannt.
Stephan Bihler wird zum weiteren Geschäftsführer bestellt.
Wolfgang Bihler, unter dessen Ära das Unternehmen zu seiner heutigen Größe herangewachsen ist, und der über fünf Jahrzehnte die Geschicke der Firma leitete, zog sich aus dem Tagesgeschäft und aus der Geschäftsleitung zurück, bleibt dem Unternehmen aber weiterhin als Mitgesellschafter verbunden. Mit entsprechendem Weitblick entstanden u.a. auch die Lager- und Verwaltungsgebäude in der Mozartstrasse 1 und im Schöneggweg 15 (Gewerbegebiet). Auch ist es ihm im Laufe der Jahre gelungen, eine hervorragende Mannschaft aufzubauen, die den Problemen des schwierigen Marktes gewachsen ist. Das 75-jährige Firmenjubiläum wird gefeiert.
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